Nachhaltig hergestellt in China?

Spüllappen aus Bambusfasern. Made in China.

Können Produkte, die in China hergestellt werden, auf dem deutschen Markt als nachhaltige Produkte gelten? Ja. Wie kann das sein?

Bei vielen Produkten, die in Deutschland gefertigt werden, kommen die enthaltenen Rohstoffe aus weit entfernten Ländern. Das beste Beispiel dafür ist der Bambus. Bambusrohre unbehandelt nach Deutschland zu verschiffen, um sie hier zu verarbeiten, würde einen enormen Transportaufwand und damit eine enorme Umweltbelastung mit sich bringen. Verarbeiteter Bambus hingegen -sei es als Bambuszahnbürste oder Textilprodukt- benötigt weniger Frachtraum, ist leichter und es wird tatsächlich nur das transportiert, was später auch ge- und verbraucht wird.

Im Falle von Bambusprodukten kommt ein weiterer wesentlicher Faktor hinzu: Die Pflanze wächst in ihrer Heimat, also in Asien, bis zu einem Meter pro Tag. Und das ganz ohne Dünger! So kommt es, dass man Bambus als einen der schnellsten nachwachsenden Rohstoffe unseres Lieblingsplaneten bezeichnen kann. Zumindest wenn man ihn dort anbaut, wo er zu Hause ist.

Wenn es um Produktion in China geht, kommt immer ganz schnell die Befürchtung, dass Arbeiter ausgebeutet werden. Zu Recht. China hat einiges lernen müssen in den letzten Jahren. Und China hat gelernt. Inzwischen ist das Land zur Weltwirtschaftsmacht aufgestiegen und wir treffen keine eingeschüchterten Neulinge im Welthandel mehr an, sondern selbstbewusste Vertragspartner. Andere asiatische Länder sind davon leider noch weit entfernt…

DIY Körperpeeling – Kaffee oder Orange?

Wenn du ein umweltfreundliches und hautfreundliches Körperpeeling oder Body Scrub benutzen möchtest, ist der wohl einfachste Weg, es selber herzustellen. In vielen herkömmlichen Produkten wimmelt es von Allergenen, Tensiden und Mikroplastik, das sind Zutaten, die uns und der Umwelt nicht gefallen. Rezepte für DIY Körperpeelings oder Body Scrubs gibt es zahlreiche: Blogs im Internet, Zeitschriften und ganze Bücher sind voll von kreativen Rezeptideen.

Aller Anfang ist schwer, deshalb habe ich hier meine zwei Favoriten zusammengestellt. Ich habe die Peelings einmal selber zum Geburtstag geschenkt bekommen, inklusive Rezeptkärtchen (Super Geschenk!!!). Und seitdem lasse ich in mein Badezimmer kein anderes Peeling Produkt mehr rein! Hier weiß ich sowohl für mich selbst, als auch für die Umwelt was drin steckt.

Kaffeepeeling

Kaffee wirkt nicht nur als Gebräu, sondern auch als Peeling anregend. Das enthaltene Koffein kurbelt die Durchblutung an und hilft so gegen Cellulite. Außerdem entfernt das Peeling abgestorbene Hautschuppen und lässt die Haut wieder strahlen.

Du benötigst: 6 EL trockener Kaffeesatz, 6 EL Braunen Zucker, 5 EL Mandel- oder Olivenöl

Je trockener der Kaffeesatz ist, desto länger hält das Peeling. Deshalb bietet es sich an, den Kaffeesatz vor der Herstellung des Peelings ein paar Tage trocknen zu lassen. Um das Peeling herzustellen, werden alle Zutaten einfach vermengt. Zur Aufbewahrung bietet sich ein Schraubglas an.

Orangenpeeling

Das Orangenpeeling duftet einfach wunderbar! Dazu pflegt es die Haut. Dank des enthaltenen Kokosöls musst du dich im Anschluss nicht mehr eincremen. Benutzen kannst du es tatsächlich für den ganzen Körper, im Winter nehme ich es auch manchmal auch als schnelles Lippenpeeling für zwischendurch.

Du benötigst: Abgeriebene Schale einer Orange, 200 g Brauner Zucker, 70 g Kokosöl, 30 g Mandel- oder Olivenöl

Das Kokosöl muss man leicht erwärmen, damit es flüssig wird. Zum flüssigen Kokosöl werden dann alle anderen Zutaten hinzugegeben, fertig! Auch dieses Peeling lässt sich hervorragend in einem Schraubglas aufheben um es selbst zu benutzen oder zu verschenken.

Nachhaltig Schenken

Wenn es um unsere Liebsten geht, dann ist es manchmal vorbei mit der Nachhaltigkeit. Schließlich soll es zum Geburtstag, zu Weihnachten, zum Dank oder zum Mitbringen etwas Besonderes sein. Und wenn es nicht so einfach ist das Richtige zu finden, dann bietet es sich an, gut gedüngte Schnittblumen zu besorgen und die umständlich verpackten Pralinen aus dem Supermarkt dazu zu legen.

Muss das sein?

Wir finden: NEIN.

Denn auch nachhaltige Geschenke können was her machen! Selbstgemachtes zu schenken, ist oft nicht nur eine kostengünstige Alternative, sondern auch etwas ganz persönliches. Zur Geburt vom Baby eine Wimpelkette, zu Weihnachten selbst gegossene Kerzen oder zum Geburtstag selbstgemachter Holundersaft. Möglichkeiten gibt es viele!

Doch auch Gekauftes kann nachhaltig sein, vor allem wenn es etwas ist, das man tatsächlich ge- oder verbraucht. Und mal ehrlich: Wer freut sich nicht über ein Stück duftende Seife? Und wenn es etwas mehr sein darf, sieht ein nachhaltiges Badezimmer-Set nicht nur gut aus, sondern bringt euren Liebsten auch noch neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit nach Hause.

Auch Haushaltsartikel wie zum Beispiel farbenfrohe Bienenwachstücher können ein sehr sinnvolles nachhaltiges Geschenk sein, von dem der Beschenkte unter Umständen auch noch nie etwas gehört hat.

Geschenke lassen sich obendrein auch nachhaltig wunderschön verpacken: mit etwas Kreativität wird ein altes Tuch, ein Baumwollbeutel oder die Zeitung von gestern in Kombination mit einer Blume aus dem Garten zum absoluten Hingucker. Und so soll es sein, denn nachhaltig Schenken soll Spaß machen. Und das ganz ohne Plastikverpackung.